WFV Rhenania
St. Johann Basel, seit 1895
 

Kommende Anlässe:

24. April 2026

18:00 Uhr


Vereinsmeisterschaft mit und bei WFV Horburg


Probetraining:

Weidling
Kanu


 

Möchtest du eine Probefahrt in einem Weidling oder Kanu machen, dann frag uns ungeniert an. Wir freuen uns immer auf neue Gesichter.




Berichte

Einwassern: Die Ouvertüre der Saison!

Einwassern: Die Ouvertüre der Saison!

Endlich bin ich mal dabei. Eigentlich hätte ich gar nicht Redaktor werden dürfen, bevor ich nicht einmal diesen Auftakt miterlebe. Und wie bei einer Oper in der Ouvertüre alle ihre Motive zusammengefasst sind, so auch hier: in der kameradschaftlichen, geschäftigen Zusammenarbeit, im kenntnisreichen Umgang mit den Booten, jede Handreichung sitzt. Ein komplexes Zusammenspiel. Als erstes fällt mir auf, dass die 4 Bojen ausgewassert sind, d.h. neu gesetzt werden müssen, die ganze kleine Hafenanlage für die Boote muss neu erstellt werden, auch diese wird nämlich Ende der Saison jeweils ausgewassert, sie würde sonst rosten, Schlamm ansetzen – nicht alle Vereine täten das, Rhenania tut es. Ich beobachte die lange, aufwendige Montage, die schon vor unserem Arbeitsbeginn vorbereitet worden ist. Viele Vereinsmitglieder helfen beim ganzen Anlass mit, ich versuchte mir alle Namen zu merken, notierte sie, womöglich falsch, übersah wohl einige und lasse sie deshalb weg, um niemanden zu missachten: ein Dank an alle!

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Namentlich erwähne ich Yves, der uns in die verschiedenen Arbeitsfelder einteilte, die von den erwähnten Bojen über Wischen rund um die Klause, im Depot, das Areal, Sortieren der Stachel nach Länge, Beschriftung mit Mass bis zum effektiven Einwassern reichen. Im Depot würdigte ich die gut eingerichtete Werkstatt und bewunderte das eindrückliche Inventar, mit Karabinern (deren Name so sicher nicht stimmt) und Verschraubungen, Metallgliedern mit mir unbekanntem Namen, und natürlich all die Ruder und Stachel mit wohl beachtlichem materiellen Wert.

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Und ich erwähne Rolf, der mir, nachdem ich ihn einmal angesprochen hatte, immer wieder auf meine Fragen antwortet und mich durch den Vormittag leitet, danke. Kein Vereinsmitglied, dem Verein aber als Haifischbar-Mitbetreiber zugewandt und bei jedem Einwassern anscheinend seit Jahren dabei, ich meinte ihm anzusehen, dass ihm jeder Handgriff geläufig war, bei der Wartung der Vertäuungsdrahtseile, an denen die Bojen und damit die Boote hängen – das Grosse und das Kleine, all das muss sauber zusammenspielen Einwassern berücksichtigt sehr viele Faktoren und beruft sich auf über viele Jahre erworbenes Wissen und Erfahrung.

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Und dann kam es zum Hauptgang, dem effektiven Wechsel der Boote vom Land ins Wasser. In der Vergangenheit geschah das in aufwändigster Arbeit über Schienen, die über die Treppensstufen gesetzt werden, fixiert werden mussten, worüber sie dann von vielen Rhenanen und Rhenaninnen nicht ohne blaue Flecken (wie ich hörte) hinuntergeschoben wurden.

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Aber seit 2 Jahren ist ein dem Verein zugewandter Transportunternehmer (das Werbegesetz befolgend anonymisiert) mit seinem Hebekran eine unersetzliche Hilfe. Wie in einer Choreographie wurde jedes Boot gewendet, mit Hebebändern unterlegt, an Tragseile fixiert, angehoben und sanft ins Wasser gelegt. Wo es dann von einem Ruderer zu seinem Hafenplatz gelotst wurde. Damit aber nicht genug. Nun kamen die den Winter hindurch im Wasser verbliebenen Boote und das Langschiff an die Reihe. Sie wurden nämlich alle zu ihrer Säuberung angehoben, die Schiffsböden mit Hochdruckreiniger von Schlamm und Algen befreit, um wieder schön zu gleiten, keinen Reibungswiderstand zu bieten. Und zum Schluss setzte Kran den etwa 150 kg schweren Aussenbordmotor ins Langschiff.

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Die Fahrten können beginnen.

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All das, was ich hier beschrieben habe, dauerte etwa dreieinhalb Stunden.

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Der zweite Hauptgang war dann das Mittagessen in der Klause mit nahrhaften guten Spaghetti bolognese, ich nahm aber vor dem Essen den Zug zurück nach Bern, um meine Eindrücke zu verdauen.

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Es wäre ein kleines Dokumentarfilmchen wert, der beeindruckte Redaggdr

Neujahrsgruss

Neujahrsgruss

Lange erfolgte kein Beitrag mehr von mir mit sich immer bemerkbar machenden Unbehagen. Als ich vor kurzem von einem Freund dieses Bild erhielt, dachte ich unmittelbar ans linke Rheinufer, an St. Johann. Natürlich auch wegen der legendären Verbindung zwischen dem Rhein und der Themse, zwischen Basel und London! Rechts im Bild ist zumindest ein Stehruderer zu sehen... Der Schiffsbetrieb auf Flüssen ist deutlich ein anderer als am Meer. Könnte es hier Winter sein? Das Vereinsleben erwacht mit der GV ende Monat, an der ich abwesend sein werde, Winterferien im Oberengadin, für die GV stelle ich mich aber trotz längerer Schreibpause bereits hier gerne zur Wiederwahl.

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E guets Nöis allne zämme, dr Redaggdr

Matte-Cup 16. August 2025

Matte-Cup 16. August 2025

Als Berner Redaggdr besichtigte ich bereits vor einer Woche das Training, das inmitten Schwimmerinnen, Schwimmern und Gummibooten absolviert werden musste. Ich wunderte mich, wie das wohl herauskommen wird am Wettkampf und staunte nicht schlecht, wie gut dieses mehr als beachtliche Problempotential von den Mättelern gelöst worden ist. O-Ton: «Im Sommer kannst vor lauter Booten den Fluss hier zu Fuss überqueren...» Ob das nun so funktioniert? Einer unserer Gastgeber meinte, 90% halten sich daran und 10%, die sich nicht angesprochen fühlen, gebe es halt leider immer.... und so war es dann auch, bis auf ein zwei kritische Momente (kritisch für Schwimmer und lästig für Fahrer) war diese Planung und Massnahme erfolgreich, grosser Dank!

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Einen grösseren Gegensatz als die Aare an dieser Stelle durch Bern und dem Rhein kann ich mir fast nicht vorstellen, es scheint, als wäre hier ein Bächlein in Eile, flussabwärts in einen Bach zu gelangen. Die Berner Vereine sind hier im Vorteil, wurden aber erstaunlicherweise von Muttenz und Birsfelden überholt.

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Beim Studium der ausgehängten Ranglisten stiess ich zudem auf einen mir bis anhin unbekannten Vereinsnamen: Grossbasel-Ost und erfuhr, dass es sich um einen Turnverein handelt, zu dem auch eine Wasserfahr- und eine Pontoniersektion gehört. Mein unveröffentlichter Bericht für die Basler Zeitung müsste auch um diesen Namen erweitert werden.

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Der Anlass war hervorragend organisiert, die Verpflegung war sehr gut, wir waren voll des Lobes über fantastische Hamburger und genossen alle das Beisammensein unter schattigen Bäumen an einem dieser wirklich noch heissen Tage. Ich fotografierte noch zwei Bild- und Schrifttafeln mit einer Wasserfahrtsgeschichte in Kürze und erfuhr, dass am Samstag, 23.8.2025 auf der Kanalinsel ein Schifferstechen stattfinden wird, eine Kuriosität, die ich erstmals auch in der Berner Matte unten zur Kenntnis nahm.

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Herzlichen Dank an den ganzen Matte-Club!

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Dr Redaggdr

Paarwettfahren beim WfV Ryburg Möhlin

Paarwettfahren beim WfV Ryburg Möhlin

Besser spät als nie - so die Devise dieses Berichts. Der Verfasser dieses Berichts weilte unmittelbar nach dem Wettkampf in den (hoffentlich) wohlverdienten Ferien.

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Aus sportlicher Sicht bot das Wettfahren in Möhlin einige Highlights. Besonders hervorzuheben gilt es den ersten Kranzgewinn unseres Frauenpaares! Somit begrüssen wir Fabienne in den Reihen der bekränzten Rhenanen!

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Unser Aktivpaar rettete sich dank Phippe vor der Disqualifikation und trotz trainingsrückstand war das Aktivpaar nicht allzu weit von den Kranzrängen entfernt.

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Auch Moritz und Florine nahmen mit viel Elan am Wettkampf teil und zeigten eine gute Leistung, leider machte ihnen die Landung einen Strich durch die Rechnung.

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Dr Präsidänt

Nationales Paarwettfahren und KW Basel

Nationales Paarwettfahren und KW Basel

Nach 2016 lud der WfV Rhenania St Johann erstmals wieder ein zu einem grossen Heimwettfahren, das mit grossem Aufwand organisiert, gut besucht und erfolgreich durchgeführt wurde. Zu allererst sei hier die Rangliste veröffentlich, der ich meine Daten entnehme:

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https://datenbank.wasserfahrer.ch/0_DATEN/ranglisten/Rangliste%20Nationales%20Paarwettfahren%20WFV%20Rhenania%20St.%20Johann.pdf

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16 Vereine nahmen teil mit 115 Teilnehmer:innen, unser Präsident wurde als Aktiver mit Philipp Neuenschwander zum Basler Meister, das darf hier schon hervorgehoben werden und rangierten auf Platz 8 von 42 vor zwei Birsfelder Lokalmatadoren auf Platz 10... Ich stellte erstmals fest, dass die Zeiten unter den ersten Zehn sich oftmals im 10-15-Sekundenbereich befinden. Bei den Guten sind einfach alle gut. Und alle anderen sowieso, weil sie den Kampf mit Boot und Ruder und Strömung auf sich nehmen. 171 Boote wurden benötigt, natürlich nicht so viele Boote selbst, sondern deren Einsatz und Zuteilung. Meine Daten sind für Habitués wohl reichlich konfus, aber ich bin ja nur ein schreibendes Passivmitglied.

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Es waren zwei heisse Sommertage für alle, für Sportler:innen, Publikum, besonders für alle im Service tätige – grosser Dank – und für Kampfrichter unter heissen Zelten und noch heisseren Saunakabinen. Ganz speziell zu erwähnen ist der prominente Speaker für diesen prominenten Anlass, Matthias Thalmann vom Radio Rotblau, der ausnahmsweise eine andere Sportart kommentierte und das hervorragend absolvierte. Es war ein Basler Wochenende mit Jugendchortreffen, mit Fantasy in der Messe, aber am Rhein war es wie immer am schönsten. Die Wahl des Rhybadhüslis als Festgelände war einzigartig, ein Glücksfall (wenn auch mit viel Arbeit verbunden).

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Am Flussufer kam ich wieder in Gespräche mit Passant:innen, die wie ich den Wasserfahrsport nur aus dem Blickwinkel kannten, a ja, da gibt’s ja noch diese seltsamen Kähne und dann die Augen öffnen, das Interesse und eine Achtung für diese Disziplin ist geweckt. Und ins Gespräch kam ich mit altgedienten Rhenanen, die mir vom Anlasse 1975 (das erste Nationale Paarwettfahren organisiert von Rhenanen) berichteten, von grossem Fest anno 1995 zusammen mit Horburg und Rheinclub, von Langschiffahrten... von Vereinsgeschichte später wieder hier.

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Bis in 5 Jahren wieder 2030, haltet euch bereit!

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Dangge fillmool, dr Redaggdr

Aargauer Cup Baden 2025

Aargauer Cup Baden 2025

Das erste Wettfahren der Saison fand im ruhigen Limmat-Tal in Baden statt. Es dürfte einer der ruhigsten Wettkampfplätze überhaupt sein. Diese ruhige Oase störten wir willentlich am vergangenen Samstag.

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Die Wettkampfstrecke war anspruchsvoll und beinhaltete einige knifflige Passagen. Kleine Fehler spülten einen in der Rangliste bereits merklich zurück.

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Wir starteten mit immerhin sechs Fahrern in vier Kategorien. Unsere Jüngsten nahmen das erste Mal an einem Einzelwettfahren teil und konnten wertvolle Erfahrungen sammeln. bei den Aktiven wurde der Kranz leider knapp verpasst.

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Dr Präsidänt